Wie erstelle ich einen Onlineshop? Hostinger, Shopify und was wirklich passt
Drei realistische Wege zum eigenen Onlineshop: der Hostinger Website Builder, Hostinger mit WooCommerce, und Shopify. Was kostet jede Variante, wo sind die Grenzen, und wann reicht ein selbst gebauter Shop wirklich aus? Ein ehrlicher Frage-Antwort-Leitfaden vom Wiener Technologiepartner mit über sieben Jahren Praxis im Onlinehandel.
Wie erstelle ich einen Onlineshop? Drei Wege, ehrlich verglichen
Wer "wie erstelle ich einen Onlineshop" googelt, bekommt sehr unterschiedliche Antworten. Die einen sagen "ein paar Klicks bei Hostinger und du bist live". Die anderen sagen "geh auf Shopify, alles andere ist veraltet". Beide haben ein bisschen recht, und beide blenden aus, was wirklich zählt: Welche Lösung passt zu welcher Situation, und welche Variante kostet dich später am meisten Zeit?
Dieser Beitrag beantwortet die häufigsten Fragen, die uns bei SADU rund um den Aufbau eines neuen Onlineshops gestellt werden. Geschrieben ist er für Unternehmer und Einsteiger in Österreich und Deutschland. Wir zeigen drei realistische Wege, sagen offen, wo wir selbst arbeiten und wo nicht, und nennen konkrete Zahlen statt Marketingversprechen.
Was sind die drei realistischen Wege, einen Onlineshop zu erstellen?
Wenn du in Österreich oder Deutschland heute einen Onlineshop aufbaust, kommen praktisch drei Varianten in Frage:
- Hostinger Website Builder mit Shop-Funktion. Ein Drag-and-Drop-Baukasten direkt bei Hostinger. Eine Plattform, ein Login, fertige Templates, eingebauter Warenkorb und Checkout. Schnellster Einstieg, geringste Kosten, deutlichste Grenzen.
- Hostinger Hosting mit WordPress und WooCommerce. Hostinger als Server, WordPress als Plattform, WooCommerce als Shop-Plugin. Mehr Aufwand beim Aufsetzen, dafür sehr flexibel und günstig im laufenden Betrieb.
- Shopify. Eine eigenständige Plattform, die Hosting, Shop-Software und Wartung in einem Abo bündelt. Höhere monatliche Fixkosten, dafür weniger eigener Wartungsaufwand und ein Checkout, der zu den besten der Branche zählt.
Welche Variante für dich passt, hängt davon ab, wie viele Produkte du verkaufst, wie wichtig dir Performance und Design sind, ob du in mehrere Länder verkaufen willst, und wie viel Zeit du in den Betrieb investieren möchtest.
Was ist Hostinger und kann ich dort einen Onlineshop erstellen?
Hostinger ist ein internationaler Hosting-Anbieter aus Litauen, der drei für unsere Frage relevante Produkte hat:
- Hostinger Website Builder. Ein eigener Baukasten mit eingebauter Shop-Funktion. Im Business-Plan und höher kannst du direkt in der Hostinger-Oberfläche Produkte anlegen, einen Warenkorb aktivieren, Zahlungen über Stripe oder PayPal annehmen und einen Checkout starten. Du brauchst keine externe Software.
- Managed WordPress Hosting. Ein klassisches Hosting-Paket, auf dem du WordPress installieren und mit WooCommerce einen Shop aufbauen kannst. Hostinger ist hier reiner Server-Anbieter, alles andere bestimmst du selbst.
- Cloud Hosting. Größere Pakete für Shops mit mehr Traffic oder mehreren Domains. Für die meisten Einsteiger ist das übertrieben.
Ja, du kannst bei Hostinger einen Onlineshop erstellen. Welche der drei Optionen Sinn macht, hängt davon ab, wie technisch du arbeiten willst und wie groß dein Sortiment ist.
Was kostet ein Onlineshop bei Hostinger?
Hostinger arbeitet mit aggressiven Einstiegspreisen, die bei der Verlängerung deutlich steigen. Realistische Größenordnungen für 2026:
| Variante | Einstiegspreis (oft 1. Periode) | Verlängerung (realistisch) |
|---|---|---|
| Website Builder Business | ca. €3–€4 pro Monat | ca. €10–€14 pro Monat |
| Premium WordPress Hosting | ca. €4–€5 pro Monat | ca. €10–€15 pro Monat |
| Business WordPress Hosting | ca. €4–€8 pro Monat | ca. €15–€20 pro Monat |
| Cloud Hosting | ab ca. €10 pro Monat | ab ca. €25 pro Monat |
Dazu kommen je nach Setup die laufenden Nebenkosten: Domain (oft im ersten Jahr inklusive, danach ca. €10–€20 pro Jahr), Zahlungsabwicklung (typisch 1,5 Prozent bis 4 Prozent pro Transaktion), eventuell Premium-Themes oder kostenpflichtige WooCommerce-Plugins.
Wer ehrlich kalkuliert, plant für einen einfachen Hostinger-Shop nach dem ersten Jahr mit rund €15 bis €25 pro Monat reinen Plattformkosten plus Transaktionsgebühren. Das ist günstig, aber kein Nullbeitrag.
Was kann der Hostinger Website Builder, und wo sind die Grenzen?
Der Builder eignet sich gut für Einsteiger, die schnell live gehen wollen und ein überschaubares Sortiment haben. Konkret kannst du erwarten:
Was funktioniert:
- Drag-and-Drop-Aufbau, ohne Code anfassen zu müssen
- Eine ordentliche Auswahl an Templates für unterschiedliche Branchen
- Eingebauter Produkt-Manager für bis zu mehreren hundert Produkten
- Warenkorb, Checkout und Auftragsverwaltung direkt in der Plattform
- Zahlungsannahme über Stripe, PayPal und einige weitere Anbieter
- Versandregeln nach Gewicht oder Bestellwert
- Ausreichende Performance bei kleinem Sortiment
Wo die Grenzen liegen:
- Die Designfreiheit endet dort, wo die Templates enden. Wer ein wirklich eigenständiges Markenbild möchte, stößt schnell an Wände.
- Die Anbindung an externe Systeme (Warenwirtschaft, Buchhaltung, Marktplätze wie Amazon oder Kaufland) ist deutlich eingeschränkter als bei WooCommerce oder Shopify.
- Apps und Erweiterungen gibt es nur in einer kleinen, kuratierten Auswahl. Es gibt keinen App-Store wie bei Shopify mit zehntausenden Erweiterungen.
- Komplexere Anwendungsfälle wie Konfiguratoren, B2B-Funktionen, mehrsprachige Shops mit getrennten Domains oder Multi-Country-Setups mit unterschiedlichen Steuersätzen sind entweder gar nicht oder nur mit Workarounds umsetzbar.
- Bei wachsendem Sortiment (über ein paar hundert SKUs) wird die Verwaltung im Builder schnell unübersichtlich.
Kurz: Der Builder ist ein guter Einstieg für ein Pilotprojekt, ein zweites Standbein, ein kleines Sortiment oder einen klassischen Einzelunternehmer. Für einen Betrieb, der ernsthaft Umsatz machen und wachsen will, ist er fast immer der falsche Startpunkt.
Wann ist Hostinger mit WordPress und WooCommerce die bessere Wahl?
WooCommerce ist ein kostenloses Shop-Plugin für WordPress und gibt dir deutlich mehr Spielraum als der Builder. Der Aufwand beim Einrichten ist höher, dafür hast du eine Plattform, mit der du auch nach drei Jahren noch wachsen kannst.
WordPress mit WooCommerce auf Hostinger ist die richtige Wahl, wenn:
- Du bereits WordPress kennst oder bereit bist, dich einzulesen.
- Du individuelles Design willst, ohne ein Vermögen auszugeben.
- Du erwartest, dass dein Sortiment in den nächsten zwei Jahren auf mehrere hundert Produkte wächst.
- Du Plugins für SEO, E-Mail-Marketing, Versand-Etiketten und Buchhaltung anbinden möchtest.
- Du grundsätzlich bereit bist, dich um Updates, Sicherheit und Backups zu kümmern (oder das jemandem zu übergeben).
Was du dabei einkaufst, ist Verantwortung. WordPress ist die meistgenutzte Plattform der Welt und entsprechend ein beliebtes Angriffsziel. Sicherheits-Updates für WordPress, WooCommerce und alle Plugins sind kein optionales Extra, sondern Pflicht. Wer das nicht selbst will, sollte entweder Managed WordPress Hosting wählen (Hostinger bietet das, einige Updates passieren automatisch) oder die Wartung an einen Dienstleister geben.
Was ist Shopify und was kostet ein Shopify-Shop?
Shopify ist eine kanadische E-Commerce-Plattform, die Hosting, Shop-Software, Wartung, Sicherheit und einen sehr gut optimierten Checkout in einem Monatsabo bündelt. Du musst dich um keinen Server kümmern und keine Updates einspielen. Im Gegenzug zahlst du eine fixe Plattformgebühr.
Realistische Preise für 2026:
| Plan | Monatlich (bei Jahreszahlung) | Wofür gemacht |
|---|---|---|
| Shopify Basic | ca. €30–€39 | Einsteiger-Shops, ein bis zwei Mitarbeiter |
| Shopify | ca. €92–€105 | Kleine Teams, mehr Reports, geringere Transaktionsgebühren |
| Advanced Shopify | ca. €384–€399 | Wachsende Händler, internationale Preise, Custom-Reports |
| Shopify Plus | ab ca. €2.000+ | Größere Marken, eigene Anforderungen, Enterprise-Features |
Dazu kommen die Transaktionsgebühren. Bei Shopify Payments (in Österreich und Deutschland verfügbar) zahlst du je nach Plan rund 1,5 Prozent bis 2,4 Prozent plus eventuell ein paar Cent pro Transaktion. Wenn du eine andere Zahlungsabwicklung wie Klarna oder Mollie nutzen willst, kommt eine zusätzliche Shopify-Transaktionsgebühr von bis zu 2 Prozent dazu, die viele Einsteiger übersehen.
Wo ist Shopify besser als Hostinger, und wo umgekehrt?
| Kriterium | Hostinger Builder | Hostinger + WooCommerce | Shopify |
|---|---|---|---|
| Aufwand beim Aufsetzen | sehr gering | mittel | gering |
| Designfreiheit | begrenzt | sehr hoch | hoch |
| Performance out of the box | gut | abhängig von Setup | sehr gut |
| Wartungsaufwand laufend | minimal | hoch (oder ausgelagert) | minimal |
| App- und Plugin-Ökosystem | klein | groß, aber Qualität schwankt | sehr groß und kuratiert |
| Anbindung Warenwirtschaft | eingeschränkt | sehr flexibel | flexibel, mehrere Wege |
| Multi-Country-Verkauf (AT, DE, CH, EU) | schwierig | machbar mit Aufwand | sehr gut gelöst |
| Checkout-Conversion | solide | abhängig vom Theme | branchenführend |
| Plattformkosten pro Monat | ca. €10–€15 | ca. €10–€20 plus Plugins | ca. €30–€400 |
| Eigentum an Plattform | hoch | sehr hoch | abhängig (du mietest) |
Daraus ergibt sich eine klare Heuristik:
- Hostinger Builder ist gut, wenn du schnell, günstig und mit kleinem Sortiment starten willst.
- Hostinger + WooCommerce ist gut, wenn du Flexibilität willst, technisch arbeiten kannst (oder jemanden hast, der das tut), und Kosten kontrollieren willst.
- Shopify ist gut, wenn du dich auf Verkaufen konzentrieren willst, einen verlässlichen Checkout brauchst, und bereit bist, dafür eine fixe Monatsgebühr zu zahlen.
Brauche ich eine eigene Domain für meinen Onlineshop?
Ja. Eine eigene Domain (zum Beispiel deinshop.at oder deinshop.de) ist Pflicht, sobald du seriös auftreten willst. Subdomains von Plattformen (deinshop.myshopify.com oder deinshop.hostingersite.com) sind nur für die ersten Tests akzeptabel.
Eine eigene Domain kostet ca. €10 bis €20 pro Jahr. Bei Hostinger ist sie in vielen Hosting-Paketen im ersten Jahr inkludiert. Bei Shopify musst du sie separat buchen oder eine bestehende Domain anbinden. Die Domain gehört dir und nicht der Plattform, was wichtig wird, falls du später wechselst.
Welche Zahlungsarten brauche ich in Österreich und Deutschland?
Wer in der DACH-Region verkauft, kommt um ein paar Standards nicht herum. Eine sinnvolle Mindestkonfiguration:
- Kreditkarte (Visa, Mastercard) und Debitkarte. Pflicht.
- PayPal. In Österreich und Deutschland eine der drei meistgenutzten Zahlungsmethoden.
- Klarna oder Ratenkauf. Vor allem in Deutschland sehr verbreitet. In Österreich weniger dominant, aber zunehmend.
- Sofortüberweisung oder Apple Pay / Google Pay. Mobile Käufer erwarten das zunehmend.
- Vorkasse / SEPA-Überweisung. Optional, je nach Zielgruppe sinnvoll. Manche B2B-Kunden zahlen lieber per Überweisung.
Sowohl Hostinger als auch Shopify bieten alle diese Methoden an. Bei Hostinger gehst du meistens den Weg über Stripe oder einen externen Payment Provider. Bei Shopify nimmst du Shopify Payments oder bindest separat Klarna, PayPal und andere ein. Achte hier auf die Transaktionsgebühren, vor allem bei Shopify, wenn du nicht Shopify Payments nutzt.
Was ist mit Datenschutz, Impressum und AGB?
Pflicht in Österreich und Deutschland. Drei Texte sind in jedem Onlineshop nötig:
- Impressum. Geregelt durch das ECG (in Österreich) bzw. das TMG (in Deutschland). Muss Firma, Anschrift, UID-Nummer, Kontakt und Aufsichtsbehörde nennen.
- Datenschutzerklärung. Geregelt durch die DSGVO. Muss erklären, welche Daten du wann, wofür und wie lange verarbeitest.
- Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB). Inklusive Widerrufsbelehrung und Hinweis auf das gesetzliche Rückgaberecht.
Du kannst diese Texte selbst formulieren, mit kostenlosen Generatoren erstellen, oder von einem Anwalt prüfen lassen. Für ein erstes Pilotprojekt reichen seriöse Generatoren (zum Beispiel von der Wirtschaftskammer Österreich oder bekannten Rechtsanbietern). Ab einem gewissen Umsatz oder bei sensiblen Produkten (Lebensmittel, Kosmetik, Kinderprodukte, Gefahrstoffe) lohnt sich eine einmalige Rechtsberatung. Die Kosten dafür liegen typisch bei €300 bis €1.500.
Zusätzlich brauchst du einen Cookie-Banner, sobald du Tracking, Analytics oder externe Skripte einsetzt. Beide Plattformen, Hostinger und Shopify, haben dafür Lösungen oder Apps.
Wie pflege ich Produkte sauber ein, ohne mich später zu ärgern?
Der häufigste Anfängerfehler ist, Produkte schnell und schlecht anzulegen, weil man "endlich live gehen" will. Drei Monate später merkt man, dass jede Filterfunktion bricht, die Suche nichts findet, und Google nicht versteht, was im Shop verkauft wird.
Eine Mindestbasis pro Produkt:
- Aussagekräftiger Produktname. Nicht "Artikel 4711", sondern "Schwarze Lederkette für Damen, 50 cm".
- Eindeutige SKU oder Artikelnummer. Auch wenn du sie heute nicht brauchst, brauchst du sie spätestens bei der ersten Anbindung an Buchhaltung oder Warenwirtschaft.
- Mindestens zwei aussagekräftige Bilder. Hauptbild plus Detail.
- Echte Produktbeschreibung. Mindestens drei bis fünf Sätze. Was ist es, für wen ist es, woraus besteht es, was ist die Größe, was ist im Lieferumfang.
- Preis inklusive Steuer. In AT/DE Pflicht für Endkundenshops.
- Lieferzeit oder Verfügbarkeit. Sichtbar auf der Produktseite.
- Strukturierte Daten. Kategorie, Tags, eventuell Marke, Material, Farbe. Das hilft Filter, Suche und Google.
- Saubere URL.
/produkte/lederkette-schwarz-50cmist gut./produkte/p-4711ist schlecht.
Wer 50 Produkte mit dieser Sorgfalt einpflegt, hat einen Shop, der funktioniert. Wer 500 Produkte hineinschmeißt, hat einen Datenfriedhof.
Was muss ich bei SEO für einen neuen Onlineshop beachten?
Ein neuer Shop wird nicht von selbst gefunden. Drei Bereiche, in denen du am meisten verlierst, wenn du sie ignorierst:
- Saubere Seitentitel und Meta-Beschreibungen für jede Seite. Einzigartig, aussagekräftig, mit dem Suchbegriff, unter dem die Seite gefunden werden soll.
- Schnelle mobile Ladezeiten. Google bewertet Mobile zuerst. Wenn dein Shop auf dem Handy langsam ist, verlierst du Sichtbarkeit.
- Strukturierte Daten für Produkte (Schema.org). Damit Google im Suchergebnis Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen anzeigen kann.
Shopify macht hier vieles automatisch richtig. Hostinger Builder ebenfalls in den Grundzügen. Bei WooCommerce brauchst du ein SEO-Plugin (Yoast, RankMath oder ähnliches) und etwas Sorgfalt.
Wichtig: Erwarte in den ersten Monaten nicht, dass organischer Traffic dein Geschäft trägt. Ein neuer Shop wird in den ersten 6 bis 12 Monaten praktisch nur über bezahlte Werbung, Empfehlungen, Social Media oder bestehende Kundenkontakte verkaufen. SEO ist eine langfristige Investition.
Welche Fehler machen Anfänger beim Erstellen eines Onlineshops?
Aus über sieben Jahren Praxis die häufigsten:
- Zu früh perfekt sein wollen. Ein Shop mit 10 sauber gepflegten Produkten verkauft besser als ein Shop mit 200 halbgaren. Klein anfangen, lernen, erweitern.
- Keine eigene E-Mail-Liste aufbauen. Wer nur über Plattform-Algorithmen verkauft, ist abhängig. Eine E-Mail-Adresse pro Kunde ist Gold wert.
- Versandkosten unklar machen. Versandkosten gehören sichtbar, idealerweise schon vor dem Warenkorb. Nichts verbrennt Conversion schneller als eine Überraschung im Checkout.
- Zu viele Plattformen parallel. Ein neuer Shop, parallel Amazon, parallel ein Etsy-Account, parallel ein WhatsApp-Verkauf. Jede zusätzliche Verkaufsstelle ist Arbeit, die niemand sieht. Erst eine Plattform stabil machen, dann erweitern.
- Marketing als Nachgedanke. Ein guter Shop ohne Marketing macht weniger Umsatz als ein mittelmäßiger Shop mit gutem Marketing.
- Keine echte Telefonnummer und keine echte E-Mail-Adresse im Impressum. Reduziert Vertrauen, kostet Conversion.
- Keine 301-Weiterleitungen einrichten, wenn man später die Plattform wechselt. Wer von WooCommerce zu Shopify wechselt und das ignoriert, verliert Rankings für Monate. Mehr dazu im Beitrag Von WooCommerce zu Shopify.
Wann reicht ein selbst gebauter Onlineshop, und wann brauche ich einen Partner?
Ein selbst gebauter Shop reicht, wenn:
- Dein Sortiment klein und überschaubar ist (bis ein paar hundert Produkte).
- Deine Abläufe einfach sind (Bestellung kommt rein, du packst, du verschickst).
- Du Zeit hast, dich einzuarbeiten, und Spaß daran findest.
- Du nur einen Markt bedienst (zum Beispiel nur Österreich).
- Du das Risiko trägst, wenn etwas länger dauert.
Ein Partner lohnt sich, wenn:
- Du bereits einen laufenden Betrieb hast und der Shop ein zusätzlicher Kanal werden soll, der zu Buchhaltung, Lager und Kassa passt.
- Du in mehrere Märkte verkaufen willst (AT, DE, CH oder EU-weit) mit unterschiedlichen Steuersätzen, Pfandregelungen oder Zahlungsmethoden.
- Du eine bestehende Warenwirtschaft hast, die angebunden werden soll.
- Deine Zeit zu wertvoll ist, um drei Monate lang Plugins zu testen.
- Der Shop für dein Geschäft strategisch wichtig ist und nicht ausfallen darf.
Wir bei SADU arbeiten genau in dieser zweiten Gruppe. Wir bauen keine Shops für €1.500 zusammen, weil dort schlicht keine sinnvolle Partnerschaft entsteht. Unser Einstiegspunkt liegt typisch bei einem mittleren vierstelligen Projektvolumen für einen sauber aufgesetzten Shop ohne tiefere Backoffice-Anbindung, und im fünfstelligen Bereich für vollständig integrierte Lösungen mit Warenwirtschaft, Multi-Country-Setup und individuellen Funktionen. Mehr dazu in unserem Beitrag Onlineshop erstellen lassen: Kosten und Richtpreise 2026.
Kann ich später von Hostinger zu Shopify wechseln (oder umgekehrt)?
Ja. Eine Migration ist möglich, aber kein Knopfdruck. Was übertragen werden muss:
- Produkte, Varianten, Kategorien, Bilder
- Kundendaten und Bestellhistorie (sofern relevant)
- Statische Seiten (Über uns, FAQ, Versand, AGB, Datenschutz)
- URL-Struktur, am besten mit 301-Weiterleitungen pro alter Adresse
- Meta-Tags, strukturierte Daten, Sitemap
- Anbindungen an externe Dienste (Buchhaltung, E-Mail-Marketing, Versand)
Eine saubere Migration von WooCommerce zu Shopify dauert typisch sechs bis acht Wochen. Sie ist möglich, ohne Sichtbarkeit zu verlieren, wenn die SEO-Seite ernst genommen wird. Wie das in der Praxis aussieht, beschreiben wir am echten Beispiel im Beitrag Von WooCommerce zu Shopify: sechs Jahre Plattform-Reise eines €4-Mio-Händlers.
Wichtig: Plane den Wechsel nicht zu spät. Wer drei Jahre auf einer Plattform sitzt, die nicht mehr passt, weil "Migration zu aufwendig ist", verliert Tag für Tag Umsatz. Plattformen sind Werkzeuge für eine Phase, nicht für die Ewigkeit.
Wie lange dauert es, einen Onlineshop von Null auf live zu bringen?
Realistisch:
- Hostinger Builder mit zehn Produkten: ein Wochenende, wenn alle Texte und Bilder fertig sind. Eine Woche, wenn du noch Produktfotos machen und Texte schreiben musst.
- WooCommerce auf Hostinger mit individuellem Theme: zwei bis vier Wochen für die Erstversion.
- Shopify mit Standard-Theme und 50 Produkten: ein bis zwei Wochen.
- Shopify mit individuellem Theme und Anbindung an Warenwirtschaft: sechs bis zwölf Wochen.
- Vollständig integrierter Shop in mehreren Märkten: drei bis vier Monate.
Der größte Zeitfresser ist fast nie die Technik. Es sind Produktfotos, Beschreibungstexte, AGB, Versandregeln und die Entscheidung, was wirklich verkauft werden soll. Wer das vorher klärt, ist deutlich schneller live.
Was empfehlt ihr, wenn ich heute starten würde?
Eine ehrliche Empfehlung in drei Sätzen:
- Wenn du allein arbeitest, ein kleines Sortiment hast und schnell live sein willst: starte mit Shopify Basic oder dem Hostinger Website Builder. Beide bringen dich in einer Woche live.
- Wenn du bereits ein bestehendes Geschäft hast und der Onlineshop ein zusätzlicher Kanal werden soll: überspring den DIY-Versuch. Hol dir einen Partner, der versteht, wie der Shop in deine bestehenden Abläufe passt. Du sparst dir damit drei Monate Plugin-Tests und bekommst dafür ein Setup, das auch im dritten Jahr noch funktioniert.
- Wenn du in mehrere Länder verkaufen willst oder bereits mehrere tausend Bestellungen pro Monat erwartest: geh direkt zu Shopify oder einer maßgeschneiderten Lösung. Hostinger Builder kommt für diese Anforderung nicht in Frage.
Was kannst du jetzt machen?
Wenn du noch ganz am Anfang stehst und ausprobieren willst: leg dir bei Hostinger oder Shopify einen Testaccount an, lade fünf Produkte hoch, geh durch den Checkout. Du lernst in zwei Stunden mehr als in zwei Wochen Recherche.
Wenn dein Geschäft schon läuft und du den Shop als ernsthaften Kanal aufbauen willst: ein 30-minütiges Erstgespräch hilft, den richtigen Weg zu finden. Wir sagen dir ehrlich, ob ein selbst gebauter Shop bei Hostinger reicht, ob Shopify die richtige Plattform ist, oder ob du etwas Maßgeschneidertes brauchst. Manchmal ist die ehrlichste Antwort "fang selbst an, komm wieder, wenn du wächst". Das sagen wir auch.
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